Cross-Localization ist die Praxis, mehr als eine App-Store-Lokalisierung zu nutzen, sodass deren Keywords alle in derselben Storefront mitzählen. Das funktioniert, weil die Apple-App-Store-Suche in einer einzelnen Storefront Keywords aus mehr als einer Lokalisierung indexieren kann – nicht nur aus der offensichtlichen.

Die Idee in einfachen Worten

Wenn du im Apple App Store veröffentlichst, gibst du Metadaten (App-Name, Subtitle, Keyword-Feld) pro Lokalisierung an – zum Beispiel Englisch (U.S.), Englisch (U.K.) oder Spanisch (Mexiko). Eine Storefront wie der US-Store zeigt Nutzern eine bestimmte Lokalisierung. Für die Suchindexierung kann Apple jedoch Keywords aus mehr als einer Lokalisierung gleichzeitig berücksichtigen. Eine Storefront hat dadurch effektiv mehr Keyword-Platz, als eine einzelne Lokalisierung bietet – wenn du die zusätzlichen Lokalisierungen bewusst füllst.

Ein Rechenbeispiel

Stell dir vor, du optimierst für die US-Storefront. Das Keyword-Feld gibt dir 100 Zeichen in der Lokalisierung Englisch (U.S.). Wenn der Store für diese Storefront auch die Lokalisierung Englisch (U.K.) indexiert, sind das weitere 100 Zeichen Keywords, die dort zählen.

  • In Englisch (U.S.) platzierst du: workout, gym, calorie, running, cardio…
  • In Englisch (U.K.) platzierst du andere Keywords: hiit, strength, macros, yoga…
  • Zusammen zählen beide Sätze in der US-Storefront – das verdoppelt deinen nutzbaren Keyword-Platz grob.

Der Fehler, den du vermeiden willst, ist die Wiederholung desselben Wortes in beiden Lokalisierungen. Steht „fitness" schon in Englisch (U.S.), verschwendet eine Wiederholung in Englisch (U.K.) Zeichen, die du für ein neues Keyword hättest nutzen können. Genau diese Verschwendung hilft dir die Cross-Localization-Planung zu vermeiden.

Warum man das leicht falsch macht

Zwei oder drei Lokalisierungen von Hand dopplungsfrei zu halten, über mehrere Storefronts hinweg, ist kleinteilig. Schnell verliert man den Überblick, welche Wörter man schon abgedeckt hat. Die Cross-Localization-Ansicht in KWRDS zeigt, welche Keywords durch die indexierten Lokalisierungen einer Storefront bereits abgedeckt sind und welche noch ungenutzt – damit du Lücken füllst, statt dich zu wiederholen.

Schritt für Schritt anwenden

  1. Wähle die Storefront, die du optimierst.
  2. Ermittle, welche Lokalisierungen für diese Storefront indexiert werden.
  3. Liste die Keywords, die du abdecken willst (ein Keyword-Netzwerk hilft).
  4. Verteile sie ohne Dopplungen über die Lokalisierungen.
  5. Trage die finalen Metadaten selbst in App Store Connect ein.

Ein wichtiger Vorbehalt

Welche Lokalisierungen für eine Storefront indexiert werden – und wie – legt Apple fest, und Apple kann diese Regeln ändern. Betrachte Cross-Localization als Planungsvorteil, nicht als feste Garantie, und prüfe das aktuelle Verhalten gegen die unten verlinkte offizielle Apple-Dokumentation. Der Metadaten-Editor bildet diese Regeln beim Planen ab.

Quellen

Apple kann die App-Store-Regeln ändern. Prüfe immer die offizielle Apple-Dokumentation.